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14.05.2018, Anna Neubauer

Arbeiten 4.0 - Der Wahnsinn hat Methode

Quelle: Silvia Bohrisch

Von Buzzwörtern und Arbeiten 4.0 im Zeitalter der Digitalisierung

Es ist doch seltsam, wie bestimmte Begriffe in kürzester Zeit zu Modererscheinungen reifen, einen kurzen Augenblick im „Hypehimmel“ der angesagten Begrifflichkeiten verweilen, nur um kurz danach abzustürzen, zu Unwörtern deklariert, und verstoßen zu werden.

Das Wort #PROZESS ist so eine Vokabel. In den 30iger Jahren wurde die erste gedankliche Grundlage für die Prozessmanagement Philosophie gelegt. Ab den 70iger Jahren entwickelte sich das „Business Process Management“ und erlangte in den 90igern seinen Zenit. Spätestens seit Management Methoden wie Six Sigma zum Allheilmittel für Produktivitätsminderleister deklariert wurden, erreichte auch der Begriff Prozess seinen Bedeutungs-Höchststand.

Mit der #DIGITALISIERUNG (derzeitiges Hypewort #1) kamen neue Modewörter wie #Agile, #NewWork und #Network und verwiesen alte Begrifflichkeiten auf ihre Plätze. Manche Ausdrücke wurden gar zu Unwörtern deklariert. Versuchen Sie mal in der Gründerszene das Wort „Prozess“ in den Mund zu nehmen und auch noch auszusprechen. Wenn Sie sich nicht dran verschlucken und Ihnen so schon die Luft wegbleibt, dann begehen Sie spätestens nach der Verwendung des Wortes beruflichen Suizid. Das trifft ebenso auf Vorstellungsgespräche, Fachdiskussionen und Vorträge zu. Als „ewig Gestrige/r“ enttarnt, kann man es sich dann bis zur Rente in der entsprechenden Schublade gemütlich machen.

Dabei vergessen viele die ursprüngliche Bedeutung des Wortes. Prozess bezeichnet nichts anderes als einen Ablauf, eine Entwicklung oder ganz allgemein ein System von Bewegungen (danke WIKI). Also eigentlich bezeichnet das Unwort Prozess die Gesamtheit der Digitalisierung. Witzig, oder? 

Ähnlich wie dem Prozess, ergeht es gerade dem Wort #METHODE. #Innovatoren, #Weltverbesserer, #NewWorker und alle anderen #Freigeister wollen sich nicht mehr einschränken und auf Abfolgen festlegen lassen. Das verstehe ich. Ich will mich in meiner Kreativität ja auch nicht einengen lassen. Jetzt kommt das große ABER: So ganz ohne Norm und Leitlinie geht es in den meisten Branchen halt leider doch nicht. Ich denke da an die Medizintechnik, die Pharmaindustrie, die Kraftwerksbranche, etc. Gewisse qualitative und sicherheitstechnische Anforderungen müssen erfüllt und nachgewiesen werden und – schwupps – sind wir wieder bei Standards, beim Prozess oder der Methode.

Bitte verstehen Sie mich nicht falsch. Das soll jetzt kein Plädoyer für #PROZESSE und #METHODEN werden. Ich bin ja auch keine Anwältin für verfolgte und verstoßene Begriffe. Was ich aber erreichen möchte ist, dass wir uns auch in dieser schnelllebigen Welt die Zeit nehmen, zu reflektieren und Sachverhalte zu verstehen anstelle sich von #BUZZwörtern leiten zu lassen.

Als Methodenentwicklerin und Business Coach, die schon seit längerem #Arbeiten4.0 praktiziert, bin ich fast täglich dem Buzzword Wahnsinn ausgesetzt. Leute, die noch nie einen Kunden gesehen haben, sprechen von #Co-Creation. Kollegen predigen agiles Projektmanagement, haben aber noch nie ein Projekt geleitet. Und wieder andere wissen genau wie Führungsarbeit im digitalen Zeitalter aussehen muss, hatten selbst aber noch nie Führungsverantwortung. Sie verstehen, was ich meine?

Achtung, jetzt kommt doch noch ein Plädoyer – nicht für Begrifflichkeiten aber für den Menschen. Hören wir auf, uns von modischen Begriffswelten beeinflussen und zur schnellen Vorverurteilung hinreißen zu lassen. Fangen wir an, unseren Mitmenschen (Kunde, Kollege, Chef, Mitarbeiter, Zulieferer, Nachbar, Freund) mit Neugier zu begegnen und ihnen mehr als einen Halbsatz an Aufmerksamkeit zu schenken. Vielleicht stellen wir dann fest, dass die grauhaarige Spießerin ganz schön hippe Ideen hat, der Nadelstreifenanzugträger die digitale Führungskultur verinnerlicht hat, und der junge Uniabsolvent auch praktische Erfahrung vorweisen kann.

Den Menschen in den Mittelpunkt stellen, ihn / sie auf die #NewWork Reise mitzunehmen, auch und vor allem das ist Arbeiten 4.0. Vorverurteilung gehört meines Wissens nicht dazu. Denn eins kann der beste #Algorithmus nicht ersetzen: #Emotionale Intelligenz und Menschlichkeit. Die sollten wir uns besonders im Zeitalter der #künstlichen Intelligenz bewahren.

Persönlicher Einstufungstest: Wie fit bin ich für Arbeiten 4.0 (NewWork)?

(bitte eins ankreuzen)
□ 1 - Ich habe nur die Textüberschrift gelesen
□ 2 - Ich habe alle #Hashtags gelesen
□ 3 - Ich habe den gesamten Text gelesen

Auswertung

Kreuz bei Antwort 1:
Ups, wir üben noch. Bitte jetzt den gesamten Text lesen (muss ja nicht am Stück sein).

Kreuz bei Antwort 2:
Sie sind auf dem richtigen Weg. Jetzt bitte noch die Zeilen um die Buzzwörter herum lesen.

Kreuz bei Antwort 3:
Herzlichen Glückwunsch! Sie haben das Zeug zum NewWorker!

Über die Autorin: Silvia Bohrisch

Silvia Bohrisch

Business Consultant – Business Coach – NewWorker

Methodenentwicklerin, Moderatorin, Strategin, Marketeer, Prozessmanagerin, Innovatorin, und Programmmanagerin in den Branchen Gesundheitstechnik, Kraftwerkstechnik, und Automatisierungstechnik. Aktiver Schreiberling with a license to draw.

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Kommentare

  1. Caro kommentierte am 05.06.2018:

    Die Antworten kann man gar nicht ankreuzen, weil die Felder keine echten Checkboxen sind!

    Demnach Antwort 4:
    Arbeirswelten 4.0 ist mir zu 2017.

    #lol

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