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23.05.2017, TH Nürnberg

„Rheinische Post“ entwickelt Listening Center für ihre Online-Redaktion

Daniel Fiene von der „Rheinischen Post“ berichtete bei der Ringvorlesung des Studiengangs Technikjournalismus/Technik-PR der TH Nürnberg im Rahmen der Nürnberg Web Week über das neueste Projekt seiner Online-Redaktion: Mit einer neuen Redaktions-Software wollen die Redakteure die sozialen Netzwerke besser im Auge behalten.

Daniel Fiene von der „Rheinischen Post“ berichtete bei der Technikjournalismus-Ringvorlesung an der TH Nürnberg über die neue Redaktions-Software; Foto: Fabiane Hörmann

Beim Thema Online-Journalismus war die „Rheinische Post“ aus Düsseldorf einer der Pioniere. Bereits vor 20 Jahren wurde ihre Online-Redaktion gegründet. Aber ausgeruht wird sich trotzdem nicht. „Dass das Internet sich auch verändert, haben viele Online-Redaktionen nicht im Kopf“, bedauert Daniel Fiene. Der Journalist ist bis nach Nürnberg gefahren um das Listening Center vorzustellen.  „18 Prozent der Besucher auf unserer Website kommen inzwischen durch die sozialen Netzwerke zu uns. So sind wir nicht mehr so stark von der Google-Suche abhängig“, erklärt Fiene. Andererseits wurde das Listening-Center-Projekt durch die Google News Initiative gefördert.

Listening Center: Was ist das?

Das Listening Center besteht hauptsächlich aus zwei Bereichen: dem Listen-Bereich und dem Engage-Bereich. Im Listen-Bereich kann der Redakteur erfahren, über welche Themen das Netz gerade spricht. Er erhält eine Liste, die in Echtzeit die neuesten Beiträge aus sämtlichen sozialen Netzwerken, wie Facebook, Twitter, Instagram etc. anzeigt. Diese Liste kann der Redakteur dann nach bestimmten Kriterien filtern. Er kann sich zum Beispiel nur die Beiträge mit den meisten Klicks anschauen, nur die Beiträge von bestimmten Autoren oder nur die positiven bzw. negativen Beiträge zu einem Thema. Auf diese Weise lässt sich leicht prüfen, ob ein Thema noch aktuell ist, oder ob die Redakteure lieber zum nächsten übergehen sollten. Einer der Redakteure meinte gegenüber seinen Kollegen, im Listening Center seien oft echte Goldstücke zu finden.

Ein Blick in den Newsroom der „Rheinischen Post“, gezeigt bei einer Präsentation in Nürnberg; Foto: Fabiane Hörmann

Im Engage-Bereich geht es um die Kommunikation mit den Usern. Die Kommentare der User aus allen sozialen Netzwerken werden in der so genannten InBox, gebündelt und dann direkt an den jeweiligen zuständigen Redakteur geschickt. „Diese Kommentare sind meist so wertvoll wie ein Leserbrief“, meint Fiene. Die Redakteure werden so auf Themen aufmerksam, die anders unter dem Radar fliegen würden.

Vorteile des Listening Centers

Die Redakteure müssen deshalb auch nicht jeden Social-Media-Kanal einzeln nach demselben Thema durchsuchen, sondern haben alle Beiträge im Blick. Auch haben sie einen besseren Überblick über die Themen, die für die User wirklich relevant sind. Hinzu kommt, dass sie oft einen zeitlichen Vorsprung vor anderen Medien haben, da sie früher von Diskussionen oder Streitthemen erfahren. Und das Listening Center ist eine gute Möglichkeit, Organisationen wie zum Beispiel die AfD im Blick zu behalten. Da die AfD keine PR im herkömmlichen Sinn betreibt und oft in sehr vielen unterschiedlichen, kleinen Foren diskutiert, wäre es für die Journalisten ein großer Aufwand, Informationen zusammenzutragen. Allerdings werden alle Beiträge, die das Listening Center zu irgendeinem Thema findet, auch von den Redakteuren noch einmal nachrecherchiert. Und auch der normale Redaktionsalltag wurde durch die Nutzung des Listening-Centers nicht auf den Kopf gestellt. Fiene stellt klar: „Die Bandbreite der Themen hat sich vergrößert, aber die Kollegen hocken nicht den ganzen Tag davor.“

Über die Autorin: Fabiane Hörmann

Fabiane Hörmann

Fabiane Hörmann | Journalismus-Studentin TH Nürnberg

Ich studiere Technikjournalismus an der TH Nürnberg, bin technikbegeistert und eine absolute Wasserratte. Wenn ich nicht gerade Texte schreibe oder Recherchiere bin ich mit dem Kanu auf den bayrischen Flüssen unterwegs.

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