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18.05.2017, TH Nürnberg

Recht für jeden durch Rechtsprodukte

„Buchen wir bald Rechtsberatung wie Hotels?“ Der Untertitel der Veranstaltung „Legal Tech und die Zukunft der Rechtsberatung“ ist keine leere Floskel, sondern eine Frage, der Carsten Hübscher im Vortrag wirklich nachgeht. Das Vorstandsmitglied von anwalt.de erklärt genau, was jetzt schon möglich ist in der Online-Rechtsberatung und wie diese so verbraucherfreundlich wie möglich gestaltet wird.

Die Plattform anwalt.de

Carsten Hübscher ist seit neun Jahren Vorstandsmitglied bei anwalt.de, die Plattform selber gibt es seit 14 Jahren. Hübscher beschreibt das Unternehmen als „Online Mittelstand“, eingebettet zwischen den vielen kleinen Start-ups in und um Nürnberg und den großen „Leuchtturmfirmen“ der Region, wie zum Beispiel der Datev. Derzeit hat anwalt.de 120 Mitarbeiter, die sich um 15000 Profilkunden kümmern.

Carsten Hübscher hielt den Vortrag im Maxtorhof

Bei den Profilkunden handelt es sich um Kanzleien mit einem oder mehreren Anwälten, die je nach Größe der Kanzlei einen monatlichen Beitrag zwischen 29,95 Euro und 169,95 Euro zahlt. Die gelisteten Anwälte sind alle deutschsprachig, allerdings haben circa 100 davon ihren Sitz im Ausland außerhalb von Deutschland. Diese Anwälte sind auf der Plattform gelistet, beschrieben und bewertet und können somit von Rechtssuchenden schnell und einfach gefunden werden. Die Zukunft der Online-Rechtsberatung geht aber noch weiter. Nicht mehr nur die Anwälte, sondern auch der Verbraucher soll von Legal Tech profitieren.

Der Verbraucher im Mittelpunkt

„Es geht darum, einen leichten Zugang zum Recht für jeden zu schaffen“, erklärt Hübscher. Die bisherige Rechtsberatung beschreibt er als „nicht verbraucherfreundlich“. Das liegt hauptsächlich daran, dass es keine Möglichkeit gab, Kanzleien zu vergleichen, die Preise nicht einheitlich waren, oft lange Wartezeiten für eine Rechtsberatung galten und allgemein wenig Transparenz im Rechtbereich herrschte. Das soll sich durch Plattformen wie anwalt.de ändern. Neben einer bloßen Auflistung von Anwälten gibt es hier deswegen auch Rechtstipps in Form von Artikeln und News. Zusätzlich dazu bietet die Plattform aber auch Rechtsprodukte an.

Der Zugang der Rechtsberatung soll durch Online- Plattformen für jeden erleichtert werden.

Rechtsprodukte

„Anwalt.de bietet derzeit 27 verschiedene Rechtsprodukte an“, erklärt Stefan Popp, Leiter IT und Produktionsmanagement des Unternehmens. Es gibt Rechtsprodukte für Privatpersonen und Unternehmen zu allen möglichen Themen. Von Erstberatungen für Firmengründer oder für das Strafrecht bis zum Prüfen des Arbeitsvertrages oder der Erstellung einer Patientenverfügung ist alles mit dabei. Die Produkte haben einen Preis, der sich je nach dem Aufwand für den Anwalt richtet. Deswegen gibt es eine Erstberatung für den Autokauf bereits für 49 Euro, einen Geschäftsführervertrag zu erstellen, kostet aber zum Beispiel 749 Euro. Das Geld geht direkt an den Anwalt, anwalt.de bekommt davon nichts ab. „Wir finanzieren uns rein über die Beiträge der Kanzleien“, sagt Popp.

Der Mandant kann das Angebot der Rechtsprodukte in drei einfachen Schritten nutzen. Zunächst wählt er das passende Produkt aus. Wenn er es anklickt, erscheint eine Liste mit Anwälten, deren Standort und den Zahlungsmöglichkeiten. Nachdem sich der Mandant für einen Anwalt entschieden hat, kann er das Produkt direkt bestellen. Hierfür muss er einige persönliche Daten eingeben, wie zum Beispiel Name und Wohnort. Auf der Plattform findet er außerdem eine ausführliche Liste, welche Unterlagen er speziell bei welchem Paket zusätzlich einreichen muss. Nachdem der Mandant das Paket bestellt hat, ist der Anwalt verpflichtet sich innerhalb von 24 Stunden bei ihm zu melden. „Wir achten darauf, dass die Anwälte das auch wirklich tun“, versichert Popp. Lange Wartezeiten gehören genau zu den Dingen, die sich online vermeiden ließen. Nachdem Mandant und Anwalt in Kontakt stehen, erhält der Mandant was er bestellt hat. Das kann eine telefonische Rechtsberatung sein oder auch ein bereits fertiger, individueller Vertrag.

Die drei Schritte zum Rechtsprodukt sind für den Mandanten übersichtlich erklärt.

„Oft reicht es ja schon, wenn man das Rechtsprodukt bestellt“, sagt Hübscher. Sollte sich der Fall als komplizierter herausstellen, könne der Mandant immer noch eine ausführlichere Rechtsberatung in Anspruch nehmen. Den Kontakt zum Anwalt hat er dann ja bereits hergestellt. Besonders bei standardisierbaren Produkten, wie eben zum Beispiel Arbeitsverträgen, sei das Rechtsprodukt aber eine günstige und einfach zu bewerkstelligende Sache.

Ist eine Rechtsberatung jetzt also wie eine Hotelbuchung? „Es gibt durchaus gleichartige Vorgänge“, sagt Hübscher. In beiden Fällen findet man über Google eine Plattform, kann die Suche über die Plattform noch verfeinern und letztendlich auch über die Plattform buchen. Im einen Fall sind es eben Zimmer, im anderen Rechtsprodukte.

Über die Autorin: Isabell Reuter

Isabell Reuter

Isabell Reuter | Journalismus-Student TH Nürnberg

Mein Name ist Isabell Reuter und ich bin 22 Jahre alt. Nach einem kurzen Ausflug in die Germanistik und die Buchwissenschaft, studiere ich jetzt Technikjournalismus an der TH Nürnberg. In meiner Freizeit bin ich Springreiterin, schaue Serien und lese viel, vor allem Stephen King.

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