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Unser Social Media Hashtag

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Nürnberg Web Week
c/o User Centered Strategy
Hessestraße 5
90443 Nürnberg

27.11.2017, Anna Neubauer

Interview mit Local Expert Robert Hackner

Als Internetbeauftragter der Stadt Nürnberg gehören Digitalisierung und Social Media zum Kernarbeitsfeld von Robert Hackner. Doch auch privat probiert er gerne neue Kanäle aus. Wie es mit der Umsetzung und neuen Impulsen klappt, verrät er im Interview.

Was sind deine drei Hashtags?

#igersnürnberg #nuernberg_de #communityfirst

„Keine andere deutsche Stadt beherrscht Marketing via Instagram besser als Nürnberg“ war ein Zitat aus er W&V. Du hast Nürnberg bei Instragram nach vorne gebracht. Wie bist du dazu gekommen? Wie war dein Weg?

Grundsätzlich gehört Social-Media-Marketing mit Instagram einfach zu meinem Job als Internetbeauftragter der Stadt, aber ich habe auch einen persönlichen Hang zum Hobby Fotografie. Im Zuge unserer städtischen Social Media Strategie haben wir nach einer Fotoplattform Ausschau gehalten, die uns im Stadtmarketing unterstützen kann. Wir hatten 2014 dann die beiden Plattformen Pinterest und Instagram in die engere Wahl genommen. Grundsätzlich probieren wir neue Social Media Plattformen erst mal mit privaten Kanälen aus, bevor wir mit einem offiziellen städtischen Kanal starten, um zu viele Anfängerfehler zu vermeiden.  Mein persönlicher (Test-)Kanal auf Instagram hat dann wesentlich besser geklappt als vermutet und ich wurde mit dem privaten Kanal zu einem sogenannten „Suggested User“, d.h. Instagram hat das Profil stark vermarktet und mir eine riesige Abonnentenzahl beschert. Die Erfahrungen und Kontakte zu vielen überregionalen Instagramern konnte ich mit meinem Kollegen Johannes Barthel gut für den weiteren Aufbau unseres städtischen Instagram-Kanals nutzen. Dabei haben wir von Anfang an die Zusammenarbeit mit den lokalen Instagramern gesucht und bereits 2015 erste Igersmeets und eine Instagram-Fotoausstellung organisiert.  

Gegen wie viele Windmühlen musstest du kämpfen, um das in einer Behörde umzusetzen?

Wir hatten dabei eigentlich stadtintern nicht wirklich Gegenwind. Natürlich ist es für eine Kommune nicht einfach, einen guten Umgang mit Social Media Plattformen zu finden: Die halten sich meist nicht an die deutschen Regeln beim Datenschutz, ihre Server stehen in den USA und sie bieten durchaus Konfliktthemen in der Innenpolitik, wie zum Beispiel das Thema „Löschung von Hasskommentaren“. Wir haben von Anfang an versucht mit den wichtigsten Partnern in der Stadt sinnvolle Umgangsregeln im Bereich Social Media aufzustellen. 2012 waren wir eine der ersten Kommunen in Deutschland mit Social Media Guidelines. Von dieser Vorarbeit profitieren wir noch heute, wenn wir regelmäßig versuchen neue Bereiche im Social Media Marketing zu erschließen. Der Rahmen der Möglichkeiten  ist dabei aber natürlich wesentlich enger gesteckt als bei jungen Startups oder innovativen IT-Firmen. Als Kommune wollen wir natürlich ein hohes Maß an Seriosität behalten.

Wie wirkt sich Digitalisierung und Social Media auf deine Arbeit aus? 

Es ist mein Kernarbeitsfeld. Natürlich beschäftigt uns in der Kommune auch die Frage, welche Herausforderungen die fortschreitende Digitalisierung in unserer Stadtverwaltung mit sich bringt und wie sich der Kontakt zu unseren Bürgern dadurch verändert. Seit Jahren haben wir einen übergreifenden Arbeitskreis „NetCity“, der sich zum Beispiel mit den Fragen nach OpenData, OpenWifi, Breitbandversorgung für Bürger und Firmen, Apps, Online-Bürgerservices oder Social Media-Plattformen beschäftigt. Auch in der Bewerbung zur Kulturhauptstadt 2025 wird das Thema eine sehr große Rolle spielen.

Manchmal ist es natürlich frustrierend, wenn interessante Projekte wie unsere CityApp oder eine OpenData-Plattform trotz viel Arbeit und Herzblut am Ende aus unterschiedlichsten Gründen einfach nicht realisierbar sind.  

Da ist es natürlich schön, wenn man bei anderen Projekten, wie bei unseren Social Media Aktionen mit Instagram und Facebook viel positive Rückmeldung von den eigenen Dienststellen und von den Medien und Bürgern erhält. Sehr gut habe ich auch noch unsere Umstellung der städtischen Internetauftritte 2014 auf Responsive Design in Erinnerung, hier hatten wir frühzeitig den richtigen Riecher für die Entwicklung und wurden von lokalen Internetagenturen mit gutem fachlichen Input unterstützt. 

Wo holst du dir neue Impulse?

Vorwiegend kommt der Input natürlich aus dem Netz. Schauen was andere machen, Trends verfolgen, Blogs und Foren lesen. Aber natürlich Treffen wir auf verschiedenen Veranstaltungen auch die lokale Entwickler-Szene die mit Ideen und Themen an mich herantritt. Und ich habe ein tolles Team, wo jeder in seinem Fachbereich schaut neue Entwicklungen aufzugreifen und einzubringen. Im Prinzip funktioniert unser städtisches Online-Büro wie eine klassische Agentur und ist der interne Dienstleister für unsere Dienststellen.

Was bedeutet die Community für dich? Tauschst du dich beispielsweise oft mit themenfremden Personen aus? 

Ja, mich interessiert es sehr, was für Ideen an anderen Stellen in Agenturen und Startups entstehen. Auf Veranstaltungen wie einem Hackathon, der Web Week oder anderen Network-Treffen nimmt man immer wieder die eine oder andere Idee für die eigene Arbeit mit. Die gute Vernetzung ist uns sowohl in den Social Media Plattformen als auch bei der täglichen Arbeit sehr wichtig. Manchmal überschätzen aber die motivierten und brennenden Mitarbeiter von Startups und Agenturen die Rahmenbedingungen, in denen wir uns in der Stadt bewegen. Wie angesprochen haben wir keinen Gegenwind, aber ein Schnellboot sind wir natürlich auch nicht, sondern eher ein sehr komplexes Kreuzfahrtschiff mit über 10.000 Mitarbeitern und über 60 Dienststellen.  Da muss ich dann häufiger bei meinen Gesprächspartnern eine tolle Idee etwas bremsen, da die notwendigen Absprachen in einem solchen Verwaltungsapparat einfach etwas Zeit brauchen oder aufgrund bestehender Regelungen derzeit kommunal nicht umsetzbar sind. Aber die Offenheit für Neues bleibt natürlich und manchmal klappt die Umsetzung einer Idee dann halt einige Zeit später. 

Was bedeutet die Web Week für dich?

Die Web Week ist eine tolle Möglichkeit in kurzer Zeit viele neue Ideen und Inputs zu bekommen. Und es ist viel spannender auch die Menschen hinter den Ideen kennen zu lernen. Ich wünsche der Web Week, dass es ihr noch mehr als bisher gelingt, breitere Interessengruppen anzusprechen und am Ende nicht zu sehr im eigenen Community-Saft zu kochen. 

Über den Interviewten: Robert Hackner

Robert Hackner

Leitung Online-Büros | Presse- & Informationsamt Stadt Nürnberg

Seit 2007 beschäftige ich mich mit den Online- und SocialMedia-Auftritten der Stadt Nürnberg

Website: nuernberg.de

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Das Interview wurde geführt und vorbereitet von Alexandra Brückner.

Dieser Artikel ist Teil einer Serie. Weitere Interviews mit unseren Local Experts gibt es hier: 

Joschi Kuphal - Pari Mahroum - Tina Langheinrich - Markus Teschner - Hannah Rabenstein - Stefan Wendhausen - Susanne Spitz - Stefan Peter Roos - Robert Hackner - Aya Jaff

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