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Nürnberg Web Week
c/o User Centered Strategy
Hessestraße 5
90443 Nürnberg

10.07.2017, Anthea Anastassatos

Interview mit Local Expert Hannah Rabenstein

Was sind deine drei Hashtags?

#fortheloveofletters #hannahrabenstein #situationsbedingt

Du zauberst Buchstaben auf fast alle Oberflächen und begeisterst damit nicht nur die Nürnberger, sondern mittlerweile auch Typografie-Fans deutschlandweit. Wie bist du dazu gekommen? Wie war dein Weg?

Ziemlich schnell hatte ich mich nach meinem Studium (Anfang 2014) dazu entschieden den Sprung in die Selbstständigkeit zu wagen und es einfach mal zu versuchen. Es war alles ziemlich perfekt und ich war „zur richtigen Zeit am richtigen Ort“: das Thema Lettering wurde da gerade zum Trend und in Nürnberg noch nicht wirklich angekommen (wie das gerne mal so ist ;-) ). So konnte ich diese „Neuheit“ auch erstmal in unserer Stadt bekannt machen und mich verwirklichen. Dann ging eigentlich alles ganz schnell: der Nürnberger spricht scheinbar gerne und viel über Neues ;-) Mein Glück! Es sprach sich alles sehr schnell rum, ich musste bis dato noch nie wirklich Werbung machen, alles lief über Mund-zu-Mund und via Facebook und Instagram konnte und kann ich mein Tun kostenlos und super effizient verbreiten und meine Projekte und freie Arbeiten posten. Meine eigene „richtige“ Webseite ist seit Jahren zwar gebaut, aber ich bin aus Zeitmangel nicht zum Pflegen gekommen. Social Media sei Dank, ist das aber heute kein Problem mehr.

Du bist ein sehr fröhlicher und offener Mensch und teilst das auch fleißig im Social Web. 
Was ist das überraschendste Erlebnis, das dir dazu spontan einfällt?

Fröhlich? Ich?! Haha ;-) Danke für die Blumen.
Ich glaube das „überraschendste“ Erlebnis aufgrund meines Auftritts oder meiner Präsenz im Social Web war die Frage nach einem Date. Sehr höflich, per Mail. Aber am Ende doch etwas zu creepy für meinen Geschmack.
Ansonsten gibt es immer wieder überraschende Momente, insbesondere wenn man merkt, wie die eigene Arbeit so ihre Wege findet. Wer es wem erzählt und wer letztendlich alles auf dich zukommt, weil er irgendwo, von irgendwem, über viele Ecken etwas von dir gesehen hat. Das finde ich immer ganz spannend und ich frage auch gern mal nach, wie man denn eigentlich auf mich gekommen ist.
Am Ende bin ich so wie ich bin – und so bin ich auch im Social Web. Natürlich kehre ich nicht mein Innerstes nach Außen und teile es der halben Welt mit. Ich bin ja keine Person des öffentlichen Lebens. Aber ich unterschreibe den guten alten Satz dann doch gerne: „Wie man in den Wald hinein schreit, so schallt es zurück.“ - Ich gehe positiv und wirklich immer optimistisch durch die Welt und ja, am Ende bin ich wohl ein fröhlicher Mensch. Vielleicht trägt das auch ein bisschen dazu bei... ;-)

Und nein, das Date kam nicht zustande! ;-)

Wie wirkt sich Digitalisierung und Social Media auf deine Arbeit aus?

Das Schöne an meiner Arbeit ist ja, dass ich immer, wirklich immer, analog beginne. Stift und Papier liegen immer griffbereit. Je nach Auftrag wird es dann auch mal digital, z.B. bei Logo-Entwicklungen oder Layouts für den Druck.
Was ich am meisten an meinem Tun schätze, ist, dass ich immer Unikate schaffe – auch wenn das Logo dann digitalisiert und vektorisiert ist: es ist und bleibt ein Unikat auf dieser großen, weiten Welt – ein schöner Gedanke.
Mein größter Erfolg ist momentan definitiv mein Buch das im Mai 2016 auf den Markt gekommen ist und mittlerweile in die dritte Auflage gegangen ist. Der Verlag ist bei seiner Recherche im Netz über mich gestolpert und so ging das alles los. Blood, sweat 'n tears – und am Ende hältst du dann deine Buchstaben und deine ganz persönliche Geschichte in gedruckter, gebundener Form in den Händen. Da war ich schon ein bisschen stolz!
Negative Erfahrungen habe ich bis dato – lucky me – noch nicht wirklich gemacht. Klar fliegt bei mir auch mal der Stift durch's Zimmer und ich schimpfe auf die Buchstaben und möchte umschulen, aber wem geht das nicht von Zeit zu Zeit mal so?
Alles in allem kann ich von der Digitalisierung und von Social Media wirklich nur profitieren. Wie schon erwähnt: es ist eine super einfache, kostenlose Möglichkeit sich zu präsentieren, seinen Stuff zu verbreiten und auf sich aufmerksam zu machen. Es funktioniert einfach alles, es läuft. Und ich mache das auch tatsächlich sehr gerne. Es macht mir großen Spaß und Freude meine Werke und Eindrücke aus meinem Alltag / Leben zu fotografieren, Texte (gerne mal mit einem Augenzwinkern,) dazu zu verfassen, um daraus einen ansprechenden und hübschen Post zu machen. Ich trenne z.B. auch Facebook und Instagram, weil ich auf beiden Kanälen irgendwie meine „eigene Sprache“ habe und auch andere Follower.  
Gerade im kreativen Bereich, bei Designern und Künstlern, ist Instagram & Co. schon eine echt gute Sache. Natürlich kann ich mir von keinem Like oder Kommentar was kaufen, aber es kommen immer und immer wieder spannende, neue Projekte und Aufträge dabei herum.

Wo holst du dir neue Impulse?

Instagram, Instagram und Instagram. Morgens zum ersten Kaffee ist das schon zum Ritual geworden. Aber da ich eben auch ein unheimlicher Fan vom Analogen und ein sehr haptischer Mensch bin, ist meine eigene kleine Bibliothek zuhause gut gefüllt und so blättere und schmökere ich liebend gerne in Büchern oder Magazinen, um mir dort aus den verschiedensten Bereichen Inspirationen zu holen. Auch aus Reisen in andere Städte und Länder nehme ich viele Inspirationen mit. Denn wie es oft so ist: die besten Impulse liefert das Leben selber. Ich fange liebend gerne Worte und Gesprächsfetzen auf – so fällt dann schon oft der Satz: „Hannah, das musst du unbedingt mal schreiben!“ Und die Liste ist lang... ;)

Was bedeutet die Community für dich?
Tauschst du dich beispielsweise oft mit themenfremden Personen aus?

„Themenfremde“ Personen sind eigentlich die besten Kritiker. Deshalb bin ich ganz froh, dass meine besten und engsten Freunde alle etwas ganz anderes tun und arbeiten als ich. So komme ich leicht an ganz subjektive Bewertungen oder Anmerkungen, an Sichtweisen, die ich (betriebsblind) vielleicht gar nicht sehen würde.
Natürlich habe ich einige Leute, nicht zuletzt meine Mama, ziemlich infiziert, was Typografie und Schrift betrifft ;-) Sie haben durch mich viel gelernt und weisen mich oft auf Sachen hin, denen sie so begegnen. Das ist ganz spannend zu beobachten!

Auf welchen Veranstaltungen trifft man dich bei der Web Week 2017?

So und jetzt kommt das große Geständnis: ich war noch nie so wirklich bei der Web Week dabei, wollte das aber schon längst ändern und ich glaube jetzt ist es auch so weit ;-) Deshalb habt ein Nachsehen: ich check mal das Programm! Aber was ich so mitbekommen hab (z.B. von Projektin, die Super-Ladies!), ist da auf jeden Fall was dabei! Wir sehen uns also – fingers crossed.

Was bedeutet die Web Week für dich? 

Digital und analog liegen am Ende so nah beieinander – und das ist fantastisch!

Über die Interviewte: Hannah Rabenstein

Hannah Rabenstein

Designerin | HANNAH

macht und liebt: Grafik Design | Typografie | Hand Lettering | Kalligrafie | Type-Design

Website: hannah-rabenstein.tumblr.com

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Das Interview wurde geführt und vorbereitet von Alexandra Brückner.

Dieser Artikel ist Teil einer Serie. Weitere Interviews mit unseren Local Experts gibt es hier: 

Joschi Kuphal - Pari Mahroum - Tina Langheinrich - Markus Teschner - Hannah Rabenstein - Stefan Wendhausen - Susanne Spitz 

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