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20.10.2017, Anna Neubauer

Digitalisierer und Digitalisierte

Quelle: Pixabay

Mitarbeiter in der Digitalisierung

Die Digitale Transformation schreitet voran. Disruptive Technologien schaffen Veränderung und treiben Unternehmen vor sich her. Sie beschleunigen Prozesse, gewinnen Effizienz und sparen Kosten. Die Digitalisierung bringt aber auch neue Geschäftsmodelle hervor, die ganze Branchen herausfordern und daher im Zentrum der Öffentlichkeit stehen. Die wichtigste und doch wenig beantwortete Frage ist aber, wie sich die Digitalisierung auf die Mitarbeiter der Unternehmen auswirkt.  

Wir wissen: Es wird Gewinner und Verlierer geben. Manch sicher geglaubter Arbeitsplatz wird ersetzt werden. Eine OECD Studie hat 2016 vorgerechnet, welche Arbeitsplätze durch Digitalisierung bedroht sind. Deutschland hat im europäischen Vergleich ein sehr hohes Automationspotential. Die Digitalisierung wird viele Bürojobs vernichten: Sachbearbeiter, Juristen, Steuerfachleute, Versicherungskaufleute, Logistiker, Verwaltungsangestellte. Seit Trump haben wir verstanden, welcher Sprengstoff darin liegt, ganze Bevölkerungsschichten und ihre Zukunft zu vergessen. Die Furcht davor, abgehängt zu werden, macht Menschen zu Verweigerern. 

Innerhalb von Unternehmen gibt es klare Gewinner der Digitalisierung. Derzeit ist eine Renaissance der IT festzustellen. IT wird in Unternehmen strategisch eingesetzt, Geschäftsmodelle damit abgebildet. In der IT und im digitalen Business finden sich die Mitarbeiter, die als digitale Avantgarde die neuen Technologien beherrschen und in der Transformation eine positive Veränderung sehen. Für Leute außerhalb des Inner Digital Circle nimmt dieser Glaube an IT und das neue Geschäftsmodell bisweilen auch schwärmerische Züge an. 

Die schweigende Mehrheit der Mitarbeiter hat deshalb oft gemischte Gefühle und ist verunsichert. Bisher erfolgreiche Geschäftszweige sperren sich gegen Veränderung, der Glaube an das eigene Geschäftsmodell steht neuem Denken im Weg. Die Automobilindustrie bietet zahlreiche Beispiele dieses als Innovator‘s Dilemma bezeichneten Phänomens. 

Unternehmen müssen daher ihren Mitarbeitern aktive Antworten liefern und reale Ziele setzen. Unternehmerische Zukunftsvisionen vernachlässigen leider oft die Frage, was aus den Menschen wird, die bisher in diesem Umfeld gearbeitet haben.  

Für eine erfolgreiche Transformation ist es deshalb entscheidend, die kollaborativen Aspekte der Digitalisierung voranzutreiben, Transparenz, Selbstverantwortung, Autonomie und Mitwirkung für alle zu fördern und darauf zu achten, Automationsgewinne sozialverträglich zu verteilen. Diese positive Ersterfahrung der Digitalisierung stellt entscheidende Weichen für die Zukunft. 

Eine Studie der Bitkom von 2016 zeigt, wie sich die Arbeitswelt in den nächsten Jahren verändert: Es wird deutlich liberaler, transparenter, der Einzelne kann mehr mitgestalten. Agile Formen der Zusammenarbeit ersetzen Hierarchie, lösen den Totalitarismus der klassischen Industriegesellschaft ab. Das wird wichtig sein für die Zukunft. Im Mittelpunkt des unternehmerischen Erfolgs wird künftig der kreative Mitarbeiter stehen, der selbstverantwortlich und agil für sich und sein Unternehmen handelt.  

Erfolgreiche Digitale Transformation bedeutet, hier die Identität und den Erfahrungsschatz aller Mitarbeiter mitzunehmen, Digitalisierung als eine gemeinsame Zukunft erlebbar zu machen. Erfolgreiche Digitalisierung kann (und muss oft) von außen angestoßen werden. Verwirklicht wird sie aber nur durch die eigenen Mitarbeiter und die erfolgreiche Adaption digitaler Methoden auf klassische Geschäftsfelder.   

Wir haben in Deutschland 150 Jahre Erfahrung darin, Industrialisierung und Automation volkswirtschaftlich positiv zu nutzen und allgemeinen Wohlstand damit zu realisieren. Die Digitalisierung bietet nach dem amerikanischen Ökonom Jeremy Rifkin die Chance, die die Industriegesellschaft auf eine neue Stufe der Zivilisation zu heben vermag. Gerade Deutschland mit seiner mittelständischen Struktur habe dazu allerbeste Voraussetzungen. 

Dieses Erbe werden wir brauchen, um aus der Digitalisierung nicht nur einen Jobkiller, sondern Erfolg für alle werden zu lassen. 

Über den Autor: Konstantin Böhm

Konstantin Böhm

Geschäftsführer | Ancud IT Beratung GmbH

Geschäftsführer & Gründer Ancud IT, agiler Dienstleister für digitale Innovationen in Unternehmen. Ursprl. Naturwissenschaftler & Klimaforscher.

Website: ancud.de

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Dieser Artikel ist Teil der Serie zum Thema "Digitale Transformation". Weitere Artikel der Serie gibt es hier:  

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