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07.05.2018, Anna Neubauer

Digitales Leben

Quelle: Pixabay

Mit der Digitalisierung hat sich vieles grundlegend verändert. Hat noch einer meiner Großväter als Kutscher gearbeitet und der andere als Schmied, bin ich heute ohne Laptop oder Smartphone völlig aufgeschmissen. Meine Eltern sind trotz kaufmännischer Ausrichtung nur in den letzten Jahren ihrer Berufstätigkeit mit dem Rechner in Berührung gekommen. Ich, 1970 geboren, hatte Mitte der 1980er Jahre ein Bank-Praktikum absolviert und habe erstmals Lochstreifen bestaunt. In der Bank wurden die Belege per Hand  ausgestellt und später erfasst. Die Daten auf den Lochstreifen wurden dann an die Zentrale weitergeleitet und dort weiterverarbeitet. Damals, vor jetzt 30 Jahren, kam das einer Revolution gleich. Heute klingt es nach Nostalgie. Schmiede gibt es nur noch wenige und den Beruf des Kutschers wird man wohl nur noch ganz selten finden.

Digitalisierung gehört für mich zu meinem täglichen Leben. Netflix hat Suchtfaktor und ohne Social Media wäre meine Welt eine andere. Ich lebe jetzt, digital und freue mich über Veränderung genauso wie über Beständigkeiten. Ich persönlich bleibe in der Küche lieber bei Kochlöffel und Gewürzvielfalt ohne Thermomix, schalte mein Licht noch selber ein und aus und freue mich, wenn ich beim Metzger um die Ecke noch eine Wurst einkaufen kann, die nicht über den Scanner gezogen wird.

Hallo, ist da jemand?

Wer von Euch kennt das auch? Mit der besten Freundin stundenlang telefonieren, herrlich! In meiner Jugend war das noch mit viel Kosten verbunden und als ich auszog habe ich das auch noch schmerzlich lernen müssen. In der ersten Wohnung hatte ich einmal eine Rechnung von über 300,- DM, die ich mit meinem knappen Ausbildungsgehalt erst einmal finanzieren musste. Es gab eine Grundgebühr für den Anschluss und es war absolut relevant ob in der gleichen Stadt oder in eine andere Region telefoniert wurde. Die Gebühren unterschieden sich noch in Ortsgespräch und Ferngespräch.

Und dann der Bedienkomfort! Das graue Telefon mit Wählscheibe und geringeltem Kabel! Fest auf der Kommode im Flur! Wer telefonieren wollte hatte sich in der Nähe des Telefons aufzuhalten, keine Chance auf vertrauliche Gespräche, die Familie hörte alles mit. Besser wurde das erst mit den Telefonen, die aus Handteil mit Station bestanden. Damit konnte man dann ins eigene Zimmer gehen und ungestört reden. Aber eben immer nur einer. Wenn die große Schwester telefonierte, hatte ich das Nachsehen, das konnte dauern... Und warteten die Eltern auf ein wichtiges Telefonat, war an ein Gespräch sowieso nicht zu denken.

Als die Handys auf den Markt kamen waren das noch keine Smartphones mit einfacher Bedienung. Es war aber meins alleine und nur ich konnte entscheiden ob, wann und mit wem ich telefonieren wollte. Zudem hatten sie die Möglichkeit Kurznachrichten zu schreiben - SMS. Aufpassen musste man aber auch hier auf die Kosten. Jede Nachricht mit mehr als 160 Zeichen wurde automatisch in zwei Nachrichten geteilt, die einzeln berechnet wurden. Telefonieren war auf dem Festnetz zum Zeitpunkt der Handys mit einer Flatrate kalkulierbarer geworden, am Handy hatte man aber wieder damit zu kämpfen, dass man für Gebühreneinheiten zahlen musste.

In der Zeit des Smartphones mit dem europäischen Abkommen zur Telefonie haben wir heute kaum mehr eine Vorstellung von den Schwierigkeiten des Anfangs. Heute nutzen wir völlig selbstverständlich die Dienste wie WhatsApp und Messenger im hauseigenen WLAN. Kosten sind nur noch für die relevant, die keinen Vertrag nutzen, sondern PrePaid Tarife.

Wenn ich heute daran denke, wie wenig erreichbar ich war, wünsche ich mir manchmal die Zeit zurück. Aber ganz ehrlich? Nein, ich liebe WhatsApp, Instagram und Co. Ohne Euch wäre die Welt viel weniger bunt und meine Bekanntschaften würden sich nicht in der ganzen Welt finden, hier reißt die Digitalisierung für mich tatsächlich Grenzen ein.

Wer von Euch hat die Digitalisierung unmittelbar erlebt und möchte uns seine Erlebnisse oder Anekdoten in maximal 1100 Zeichen schildern? Schreibt uns an und mit ein wenig Glück veröffentlichen wir demnächst Euren Blogbeitrag hier. 
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Über die Autorin: Stefanie Thielmann

Stefanie Thielmann

Stefanie Thielmann | to get here

Als Speakerin, Netzwerkerin und Agenturinhaberin arbeitet sie im Themenumfeld Online Marketing mit Spezialisierung auf AdWords und Content.

Website: togethere.de

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