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03.10.2017, Nadine Karrasch

Die Digitalisierung der Eltern - Wie Apps unseren Alltag bestimmen

Bild: Pixabay

Früher unterhielten sich Eltern auf Spielplätzen, im Kindergarten oder vor der Schule miteinander. Heute starren alle auf ihr Smartphone. Die neue Technik hat Vor- und Nachteile im Elternsein hervorgebracht. Von den einen belächelt und für unnötig befunden, für die anderen nützliche und nötige Funktionen, die den Alltag erleichtern.

Für 64 % der Deutschen gehört die tägliche Smartphone-Nutzung zum Leben. Was früher nur die jüngere Generation betraf, hat sich laut der ARD/ZDF-Onlinestudie von 2016 auch auf die Generation der unter 14-Jährigen, aber auch auf die sogenannten „Silver Surfer“ ausgedehnt. Es sind nicht nur Hipster mit Vollbart und Longboard, sondern auch wir Eltern, die ohne den mobilen Internetzugang nicht mehr auskommen. Was ist dran an dem Immer-Online-Sein?

Ohne WhatsApp geht es nicht

Unter den Apps, die sich Eltern aufs Smartphone installieren, ist WhatsApp weit verbreitet. Wo die Jugend mittlerweile zu Snapchat, musical.ly und anderen Diensten weitergezogen ist, hängen wir Eltern immer noch zwischen Kindergarten-Gruppe und Grundschul-Austausch. Schnell haben wir die Funktionen noch nicht verinnerlicht und gleich eine Meinung über eine Lehrkraft an die gesamte Schule geschickt. Da besteht noch Nachholbedarf. Und ob es das immer sein muss?! Das Durchscrollen durch endlose Diskussionen, wer welchen Kuchen zum Schulfest backt, ist zeitraubend und nicht gerade zielführend.

Wir Eltern gelten als Vorbild unserer Kinder. Machen wir uns nichts vor – wir alle haben uns schon mal dabei ertappt, das Smartphone beim Essen hervorzuziehen und nachzuschauen, was da gerade gebimmelt hat. Wie soll es dann den Kindern vermittelt werden? Hier gilt es, uns selbst einmal auf die Finger zu klopfen und Verzicht zu üben.

Rund 8 % sind suchtgefährdet

Immer wieder gibt es Studien, die den Suchtfaktor bei Kindern in den Vordergrund stellen. War es in den 1960er Jahren noch die Rockmusik, zog mit den ersten Heimcomputern die Digitalisierung zuhause ein. Mit den handlichen Smartphones können wir nun jederzeit online sein und Kontakt zu Menschen aufnehmen, die wir im richtigen Leben nie getroffen hätten. Rund 8 % der 8- bis 14-Jährigen gelten Wissenschaftlern zufolge als suchtgefährdet. 

Aber es gibt auch nützliche Anwendungen, die uns vieles im Alltag erleichtern. Eine richtige Nische ist für Eltern entstanden.

Die drei beliebtesten Apps der Eltern 

Welche Apps haben wir Eltern auf dem Smartphone? Das ist ein wenig abhängig vom Alter des Nachwuchses. An erster Stelle steht anbieterübergreifend das „Babyphone“, gefolgt von „Baby Places“, mit dem sich Eltern kinderfreundliche Orte in ihrer Nähe anzeigen lassen können. Auf den dritten Platz kommt der Familienkalender, der neben der Kalendersynchronisierung auch einen Messenger beinhaltet. So hat man alles in einem und muss nicht auf WhatsApp ausweichen.

Mindestens 1.500 Mal pro Woche nutzen wir unser Smartphone, Tendenz steigend. Grund genug, gerade als Eltern sich einmal zurückzunehmen und im Beisein der Kinder möglichst aufs Smartphone zu verzichten und das persönliche Gespräch zu suchen. Und Stille muss mal ausgehalten werden. Auch wenn es schwerfällt.

    Nachberichterstattung

    Im Rahmen der #denkst17 ging es unter anderen um Digitalisierung und die Folgen – so sprach z. B. Kriminologe Thomas-Gabriel Rüdiger über die Gefahren beim Online-Spiel. Der Medienmarkenmacher Maximilian Gaub sprach im Gegenzug über „Welche Kompetenzen unsere Kinder in Zukunft brauchen – und warum Gaming dazu gehört“.

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    Über den Autor: Sven Trautwein

    SvenTrautwein

    Inhaber | content-newmedia.de

    espressoliebend, Blogger und Content-Curator, Mitausrichter der Bloggerkonferenz denkst.net

    Website: zwillingswelten.de

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    Dieser Artikel ist Teil der Serie zum Thema "Digitale Transformation". Weitere Artikel der Serie gibt es hier:  

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    Kommentare

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